Samstag soupirte ich zu Hause, um Ruhe
zu haben von der Anstrengung der Konzerte.
Sonntag 6. April war der große Tag. Morgens noch
2 Proben mit Sängern. Um 11 Uhr begann meine 5. u. letzte
Kammermusik mit dem C-moll=Trio von Marschner u. dem C-moll=
Trio Op. 101 von Brahms (riesig schwer), das wir glänzend spielten.
Besonders zahlreiche Zuhörer. Gesungen wurden vom Tenor
Hille: „Im Rosenduft” u. „Menuett” aus „Fasching” von Frl. Hussa:
„Frieden”, „Bekenntnis”, „Ein junger Dichter denkt an die Geliebte”
u. „Jubel”, von beiden meine 3 Duette (vorzüglich). Allgemei-
nes Entzücken. Dankrede von Papa Jüllig. Man brachte mir
Blumen. Nmtgs. Kienzl=Konzert der ‚Urania’: Programm
schickte ich Dir schon. Voller Saal, großer Erfolg. Ich
wurde hervorgerufen. Viele Bekannte darin (auch Weinberger).
Da capo eines Liedes. Die Pianistin Hinterhofer spielte meine
Klavierstücke überaus brillant u. mit stürmischem Beifalle.
Die Ulanowsky sang wundervoll, sehr gut auch Frau Bittner.
‚Urvasi‘=Terzett klang prachtvoll. Gestern Montag war ich
im Konzert der Pianistin Gelbard u. im Konzert des Phil-
harmonischen Chores. Heute Dienstag nahm ich ein Bad
u. war allein bei der Gottinger zur Jause. Ich sang u. spiel-
te ihnen zur Auswahl für ihre heurige Opern=Schüler=
Aufführung Szenen aus „Urvasi” u. „Don Quixote” vor.
Dies Alles. - Sonntag ist hier wieder „Evan-
gelimann” in der Volksoper.
Und nun, mein liebes Kind, umarme ich Dich
innig als Dein oft an Dich denkender alter
Wilhelm.
Wie schaust Du denn aus? Wie geht
es Dir? Was treibst Du immer?
Erzähl' mir doch öfter davon!
Du schreibst gar nicht, ob Du meine Briefe vom 26. März u. 1. April erhal-
ten hast.
zu haben von der Anstrengung der Konzerte.
Sonntag 6. April war der große Tag. Morgens noch
2 Proben mit Sängern. Um 11 Uhr begann meine 5. u. letzte
Kammermusik mit dem C-moll=Trio von Marschner u. dem C-moll=
Trio Op. 101 von Brahms (riesig schwer), das wir glänzend spielten.
Besonders zahlreiche Zuhörer. Gesungen wurden vom Tenor
Hille: „Im Rosenduft” u. „Menuett” aus „Fasching” von Frl. Hussa:
„Frieden”, „Bekenntnis”, „Ein junger Dichter denkt an die Geliebte”
u. „Jubel”, von beiden meine 3 Duette (vorzüglich). Allgemei-
nes Entzücken. Dankrede von Papa Jüllig. Man brachte mir
Blumen. Nmtgs. Kienzl=Konzert der ‚Urania’: Programm
schickte ich Dir schon. Voller Saal, großer Erfolg. Ich
wurde hervorgerufen. Viele Bekannte darin (auch Weinberger).
Da capo eines Liedes. Die Pianistin Hinterhofer spielte meine
Klavierstücke überaus brillant u. mit stürmischem Beifalle.
Die Ulanowsky sang wundervoll, sehr gut auch Frau Bittner.
‚Urvasi‘=Terzett klang prachtvoll. Gestern Montag war ich
im Konzert der Pianistin Gelbard u. im Konzert des Phil-
harmonischen Chores. Heute Dienstag nahm ich ein Bad
u. war allein bei der Gottinger zur Jause. Ich sang u. spiel-
te ihnen zur Auswahl für ihre heurige Opern=Schüler=
Aufführung Szenen aus „Urvasi” u. „Don Quixote” vor.
Dies Alles. - Sonntag ist hier wieder „Evan-
gelimann” in der Volksoper.
Und nun, mein liebes Kind, umarme ich Dich
innig als Dein oft an Dich denkender alter
Wilhelm.
Wie schaust Du denn aus? Wie geht
es Dir? Was treibst Du immer?
Erzähl' mir doch öfter davon!
Du schreibst gar nicht, ob Du meine Briefe vom 26. März u. 1. April erhal-
ten hast.