mehr: 1. In den unvergleichlichen Buchminiaturen der Hofbibliothek,
die alles übertreffen, was das Ausland in dieser Hinsicht aufzuweisen
vermag. 2. In den einzig in der Welt dastehenden, bis in das frü-
heste Mittelalter hinaufreichenden Kostbarkeiten der Schatzkammer.
3. In den sogenannten burgundischen Meßgewändern und einigen
anderen, jetzt in der kunstgewerblichen Abteilung des Hofmuseums
aufgestellten Gegenständen. 4. In den zum größten Teile im Depot ver-
wahrten, herrlichen zahlreichen Serien von flandrischen, italienischen
und französischen Wandteppichen und hervorragenden orientalischen
Teppichen. Dieses köstliche Gewebe westlicher und östlicher Pro-
venienz aus dem Gefängnis ihrer Depots zu befreien und der
Öffentlichkeit zugänglich zu machen, dürfte wohl eine der nächsten
Hauptaufgaben sein, welche im Zusammenhange mit den Reformen
in der Aufstellung der anderen Sammlungen zu lösen wäre.
Anzustreben wäre meines Erachtens noch die Entfernung sämt-
licher dort vereinigten Kunstsammlungen aus dem in jeder Hinsicht
ungeeigneten Hofmuseum, wo wir vier Hauptkategorien von Gegen-
ständen unterscheiden können: 1. Die Antikensammlung, von welcher
die ägyptische Sammlung eine Unterabteilung bildet. 2. Die Waffen-
sammlung, die ehemals im Schloß Ambras aufgestellt war. 3. Die
kunstgewerbliche Sammlung. 4. Die Gemäldegalerie. Es muß fest-
gehalten werden, daß man um eine Verwendung des freigewor-
denen Gebäudes nicht verlegen wäre, da im Naturhistorischen
Hofmuseum die Depots nahezu ebenso viele Gegenstände ent-
halten als heute in diesem Museum aufgestellt sind, und überdies
zu wünschen wäre, daß der ehemaligen kaiserlichen Fideikommiß-
bibliothek ein anderes Lokal zugewiesen würde als dasjenige, das
sie im obersten Stockwerk in der neuen Burg innehat.
In den der Antiken- und ägyptischen Sammlung zugewiesenen
Sälen macht sich die Überladung und Geschmackswidrigkeit besonders
geltend. Vor allem besteht aber hier der empfindlichste Raum-
6
die alles übertreffen, was das Ausland in dieser Hinsicht aufzuweisen
vermag. 2. In den einzig in der Welt dastehenden, bis in das frü-
heste Mittelalter hinaufreichenden Kostbarkeiten der Schatzkammer.
3. In den sogenannten burgundischen Meßgewändern und einigen
anderen, jetzt in der kunstgewerblichen Abteilung des Hofmuseums
aufgestellten Gegenständen. 4. In den zum größten Teile im Depot ver-
wahrten, herrlichen zahlreichen Serien von flandrischen, italienischen
und französischen Wandteppichen und hervorragenden orientalischen
Teppichen. Dieses köstliche Gewebe westlicher und östlicher Pro-
venienz aus dem Gefängnis ihrer Depots zu befreien und der
Öffentlichkeit zugänglich zu machen, dürfte wohl eine der nächsten
Hauptaufgaben sein, welche im Zusammenhange mit den Reformen
in der Aufstellung der anderen Sammlungen zu lösen wäre.
Anzustreben wäre meines Erachtens noch die Entfernung sämt-
licher dort vereinigten Kunstsammlungen aus dem in jeder Hinsicht
ungeeigneten Hofmuseum, wo wir vier Hauptkategorien von Gegen-
ständen unterscheiden können: 1. Die Antikensammlung, von welcher
die ägyptische Sammlung eine Unterabteilung bildet. 2. Die Waffen-
sammlung, die ehemals im Schloß Ambras aufgestellt war. 3. Die
kunstgewerbliche Sammlung. 4. Die Gemäldegalerie. Es muß fest-
gehalten werden, daß man um eine Verwendung des freigewor-
denen Gebäudes nicht verlegen wäre, da im Naturhistorischen
Hofmuseum die Depots nahezu ebenso viele Gegenstände ent-
halten als heute in diesem Museum aufgestellt sind, und überdies
zu wünschen wäre, daß der ehemaligen kaiserlichen Fideikommiß-
bibliothek ein anderes Lokal zugewiesen würde als dasjenige, das
sie im obersten Stockwerk in der neuen Burg innehat.
In den der Antiken- und ägyptischen Sammlung zugewiesenen
Sälen macht sich die Überladung und Geschmackswidrigkeit besonders
geltend. Vor allem besteht aber hier der empfindlichste Raum-
6