Ella Triebnigg=Pirkhert, Schriftstellerin, Wien
lich "nichts los" ist.Eine derartige Vermutung hervorzurufen,dazu ist die
Leitung eines Schriftstellerverbandes sicher nicht berufen,denn das ist Schä-
digung ihres Mitgliedes und last not last Schädigung ihrer eigenen Interessen.
Denn kein Verband gewinnt an Achtung,wenn er die geistigen und wirtschaftlich=
en Interessen seiner Mitglieder - zu Gunsten seiner Dilettanten und zum Scha-
den von verdienten Arbeitern- dergestalt sorglos handhabt.
Ich weiss keinen Grund,wesshalb ich verletzt werden musste,ich betone es
noch einmal: ich habe mich nicht aufgedrängt,ich dränge mich nie auf,besonde[r]s
wenn ich Einseitigkeit oder Voreingenommenheit oder zu Deutsch eine Krätzel-
wirtschaft merke,die ja menschlich,mir aber nicht sympathisch ist.
Ich musste schon bei Dr. Schreyvogel eine ähnliche Erfahrung machen,dass er
mich zur Gründung seiner Literarischen Sektion der Leo-Gesellschaft durch eine
handschriftlich angefügte dringlich gemachte Einladung zwar berief,aber dann
gerade nur mich nie als Vortragende berücksichtigte.
Ich habe es wiederholt bewiesen,dass ich selbst wirklich tendenziöse Angrif-
fe mit Gelassenheit und ohne "zurückzuhauen" ertrage.Kommt es aber aus meinem
eigenen Lager,so umsomehr.Schliesslich ist alles auf der Welt Anschauungssache
oder besser gesagt Irrtum.Und sehr oft nur Zufall und das liess ich immer gel=
ten.Dass aber nun auch diesmal nach einer Einladung gerade das,was die Einla-
dung wertvoll machte,gerade dann unterblieb,als ich zum Vortrage kam,scheint
mir anbetracht des vorangegangenen mit Dr. Schreyvogel schon ein sonderbarer
Zufall.Ich nehme es aber als eine Lehre.Und als Katholikin muss ich für jede
mich noch so demütigende Lehre dankan,was ich hiemit tue.
Als wirklich ernst im katholischen Sinne arbeitende katholische Schriftstel-
lerin aber,die nicht nur selbstkritisch seit 25 Jahren,sondern sich selbstlos für
die Literatur- insbesonders für die katholische Literatur- für Dichtungen und
Dichter jedes Geschlechts,jeder Klasse oder Volkheit einsetzte,muss ich soviel
Selbstachtung haben,aus diesen Erfahrungen - ohne Groll!- meine Konsequenzen
zu ziehen.Weil katholische Arbeit - ob sie von mir oder von wem immer ist,-
nicht missachtet werden darf in den heutigen Zeiten,die unsere Kultur in
lich "nichts los" ist.Eine derartige Vermutung hervorzurufen,dazu ist die
Leitung eines Schriftstellerverbandes sicher nicht berufen,denn das ist Schä-
digung ihres Mitgliedes und last not last Schädigung ihrer eigenen Interessen.
Denn kein Verband gewinnt an Achtung,wenn er die geistigen und wirtschaftlich=
en Interessen seiner Mitglieder - zu Gunsten seiner Dilettanten und zum Scha-
den von verdienten Arbeitern- dergestalt sorglos handhabt.
Ich weiss keinen Grund,wesshalb ich verletzt werden musste,ich betone es
noch einmal: ich habe mich nicht aufgedrängt,ich dränge mich nie auf,besonde[r]s
wenn ich Einseitigkeit oder Voreingenommenheit oder zu Deutsch eine Krätzel-
wirtschaft merke,die ja menschlich,mir aber nicht sympathisch ist.
Ich musste schon bei Dr. Schreyvogel eine ähnliche Erfahrung machen,dass er
mich zur Gründung seiner Literarischen Sektion der Leo-Gesellschaft durch eine
handschriftlich angefügte dringlich gemachte Einladung zwar berief,aber dann
gerade nur mich nie als Vortragende berücksichtigte.
Ich habe es wiederholt bewiesen,dass ich selbst wirklich tendenziöse Angrif-
fe mit Gelassenheit und ohne "zurückzuhauen" ertrage.Kommt es aber aus meinem
eigenen Lager,so umsomehr.Schliesslich ist alles auf der Welt Anschauungssache
oder besser gesagt Irrtum.Und sehr oft nur Zufall und das liess ich immer gel=
ten.Dass aber nun auch diesmal nach einer Einladung gerade das,was die Einla-
dung wertvoll machte,gerade dann unterblieb,als ich zum Vortrage kam,scheint
mir anbetracht des vorangegangenen mit Dr. Schreyvogel schon ein sonderbarer
Zufall.Ich nehme es aber als eine Lehre.Und als Katholikin muss ich für jede
mich noch so demütigende Lehre dankan,was ich hiemit tue.
Als wirklich ernst im katholischen Sinne arbeitende katholische Schriftstel-
lerin aber,die nicht nur selbstkritisch seit 25 Jahren,sondern sich selbstlos für
die Literatur- insbesonders für die katholische Literatur- für Dichtungen und
Dichter jedes Geschlechts,jeder Klasse oder Volkheit einsetzte,muss ich soviel
Selbstachtung haben,aus diesen Erfahrungen - ohne Groll!- meine Konsequenzen
zu ziehen.Weil katholische Arbeit - ob sie von mir oder von wem immer ist,-
nicht missachtet werden darf in den heutigen Zeiten,die unsere Kultur in