Manowarda, Josef von: Brief an Anna und Wilhelm Klitsch. o.O., 16.10.1928
dass er nach Paris mitzunehmen ist. Darauf antwortete
mir Schneiderhan, dass Schalk nicht die Wahrheit ge-
sprochen hat. Ich bin gründlich und wartete die Gelegen-
heit ab um mit Schipper zu sprechen, was ich auch
am Samstag nach der Hauptprobe getahn habe.
Er sagte mir ganz ehrlich und offen, dass er aus
Prestigegründen (oder wie dieses herrliche Wort geschrieben
wird) darauf bestehen musste, nach Paris mitgenommen
zu werden nachdem er hier als erster Heldenbariton ver-
pflichtet wurd, doch verhält sich die Sache so, dass Schalk
die Wahrheit gesprochen hat. Er ging hinauf zu ihm
und verlangte mitgenommen zu werden, worauf
Schalk ihm zu Antwort gab, dass er ihn in Paris nicht
brauchen könne. Darauf ging er zu Schneiderhan u.
die Folge war, dass er nach Paris gefahren ist. Ob ich
diese Angelegenheit noch einmal verwerten werde, wird
die Zukunft lehren. Auf alle Fälle sind das reizende
Zustände und der eine ein grosserer Schuft, wie der
andere. Wie die Tafelkratzer kommen sie mir vor
diese alten Lausbuben.
Das einzige was mich hier jetzt momentan
freut und aufheitert sind die bis jetzt guten Nachrichten
von Nelly, die begeistert ist von der herrlichen Gegend
und der göttlichen Luft.