eine Verkommenheit, die gar nicht ahnt, wie weit sie es schon gebracht hat.
Mein Film ist eine überaus schwierige Arbeit, die alle Kräfte
in Anspruch nimmt. Die Verhandlungen mit der „I. A. H“
(„Künstlerhilfe“) wegen einer Bühne im nächsten Jahr haben noch
keine sicheren Grundlagen gezeigt. Zu allem, was Unternehmung
heißt, gehört heute wohl ein sorgloses Verbrechergemüt. – Auch
aus Wien höre ich nichts. Stephan Ehrenzweig scheint verschollen
zu sein. Von Geyer habe ich nie erwartet, daß er sich zu einer
Mitteilung aufraffen würde. (Klausner übt hier noch fest.) –
Fischer ist verzweifelt, weil das Wiener Versprechen, für die Zeitschrift
Geld zu geben, in den Orkus gesunken zu sein scheint. Er versucht
jetzt sein und mein Glück (für die „Truppe“ und für die Zeitschrift)
in Karlsbad. Fischer ist ein seltener Charakter. Er ist der Gefangene
seines Rechtsgefühls. Daß die Dinge nicht so gehen, wie er es recht
und billig fände, kann er nicht verwinden. – Von Münz höre
ich nichts. Er beendet in Hamburg seine Arbeiten und will dann
nach Wien.
Von Salka und den Kindern sind gute Nachrichten da. Peter hat
sich erholt, er nimmt zu – und beide Buben erfreuen sich ihres
neuen Lebens, besonders da es im Hotel einen Nigger, noch dazu
einen kleinen Nigger als Liftboy gibt. Solch einen Bruder – das
ist ihr nächster Wunsch. Die Sehnsucht nach einem schwesterlichen
Schwein ist dagegen abgeblasst. Adresse: Portorose, Palace=Hotel
Salka ist sehr erschöpft und hat Herzbeschwerden.
Mein Film ist eine überaus schwierige Arbeit, die alle Kräfte
in Anspruch nimmt. Die Verhandlungen mit der „I. A. H“
(„Künstlerhilfe“) wegen einer Bühne im nächsten Jahr haben noch
keine sicheren Grundlagen gezeigt. Zu allem, was Unternehmung
heißt, gehört heute wohl ein sorgloses Verbrechergemüt. – Auch
aus Wien höre ich nichts. Stephan Ehrenzweig scheint verschollen
zu sein. Von Geyer habe ich nie erwartet, daß er sich zu einer
Mitteilung aufraffen würde. (Klausner übt hier noch fest.) –
Fischer ist verzweifelt, weil das Wiener Versprechen, für die Zeitschrift
Geld zu geben, in den Orkus gesunken zu sein scheint. Er versucht
jetzt sein und mein Glück (für die „Truppe“ und für die Zeitschrift)
in Karlsbad. Fischer ist ein seltener Charakter. Er ist der Gefangene
seines Rechtsgefühls. Daß die Dinge nicht so gehen, wie er es recht
und billig fände, kann er nicht verwinden. – Von Münz höre
ich nichts. Er beendet in Hamburg seine Arbeiten und will dann
nach Wien.
Von Salka und den Kindern sind gute Nachrichten da. Peter hat
sich erholt, er nimmt zu – und beide Buben erfreuen sich ihres
neuen Lebens, besonders da es im Hotel einen Nigger, noch dazu
einen kleinen Nigger als Liftboy gibt. Solch einen Bruder – das
ist ihr nächster Wunsch. Die Sehnsucht nach einem schwesterlichen
Schwein ist dagegen abgeblasst. Adresse: Portorose, Palace=Hotel
Salka ist sehr erschöpft und hat Herzbeschwerden.