Es tut mir so leid, daß Sie sich die Mühe gemacht haben aus
dem humoristischen Hausschatz abzuschreiben. Ich besitze den Band.
Die Daten haben wohl die Autoren selbst gegeben. Ich glau-
be aber nicht, daß der Neunjährige überangestrengt
wurde; in der Klosterschule sicher nicht und vom Vater, der
diesen Jüngsten unendlich liebte, sicher auch nicht.
Die Schulze=Artikel sind nun wohl in Ihrem Besitz. Sollen
wir Frau G. nicht noch 5 francs senden? Sie haben ja
nun, lieber Herr Professor, das Verzeichniß der Schul-
ze-Artikel in der D. D. Wollen Sie die, von Frau G.
nicht gesandten in Abschrift? U. A. w. g. Ich brauche
wohl nicht nochmals zu bitten, daß des nicht ver-
öffentlichten Schulzebuchs keine Erwähnung geschieht.
Die 3 Publikationen aus dem XIX. Jahrh. werde
ich Ihnen eventuell aus meinem Besitz leihweise
senden. Vielleicht kann ich mir aber das interes-
santeste: Grün - Frankl vom Hofrat v. Frankl für
Sie kaufen.- Wann dieser Brief in Ihre Hände gelan-
gen wird, wenn in Belgien Generalstrike ist?
Für Hemden tausend Dank, damit bin ich noch gut
versorgt. 27/5 Soeben fällt mir ein, daß ich
wegen der 2 an den Sohn, Präsi-
dent Ring in Berlin, einen alten Freund von mir, schreiben kann.
Marken: Bitte um umgehende Antwort, auch dann zwei-
felhaft, ob etwas zu haben sein wird.
Ich lese augenblicklich: Erinnerungen von Fritz Mauthner.
Ich glaube, dies müsste Sie auch als Schulmann und
Germanist sehr interessieren. Vorher las ich einen
uralten Roman, der seinerzeit ungeheures Aufse=
hen erregt hat: Europäisches Sklavenleben von Hack-
länder. Ich habe den Eindruck, daß er von „Onkel
Tom's Hütte” inspiriert war. Ich glaube, wenn
man die 5 Bände zu zweien umarbeiten würde,
daß er immer noch ein Publikum fände. Mo-
mentan habe ich auch desselben Autors: Geheim=
niß einer Stadt = Peter v. Boor!!! Unendlich schwach und ver-
wässert. 27/5 Schlüsselromane sind ja immer mißlich. Nur die Vorrede, die
eine Widmung an den Verleger ist, hat mich sehr entzückt. 25 Jahre eines
ungetrübten Verhältnisses, ob geschäftlich, ob freundschaftlich, ob fa-
miliär ist etwas so ungeheuer seltenes! - Hackländer, auch er ein
Beweis dafür, daß Belletristik kurzes Leben hat. Sein Name wird
bleiben in der deutschen Literatur. - Um auf Fritz Mauthner zurück-
dem humoristischen Hausschatz abzuschreiben. Ich besitze den Band.
Die Daten haben wohl die Autoren selbst gegeben. Ich glau-
be aber nicht, daß der Neunjährige überangestrengt
wurde; in der Klosterschule sicher nicht und vom Vater, der
diesen Jüngsten unendlich liebte, sicher auch nicht.
Die Schulze=Artikel sind nun wohl in Ihrem Besitz. Sollen
wir Frau G. nicht noch 5 francs senden? Sie haben ja
nun, lieber Herr Professor, das Verzeichniß der Schul-
ze-Artikel in der D. D. Wollen Sie die, von Frau G.
nicht gesandten in Abschrift? U. A. w. g. Ich brauche
wohl nicht nochmals zu bitten, daß des nicht ver-
öffentlichten Schulzebuchs keine Erwähnung geschieht.
Die 3 Publikationen aus dem XIX. Jahrh. werde
ich Ihnen eventuell aus meinem Besitz leihweise
senden. Vielleicht kann ich mir aber das interes-
santeste: Grün - Frankl vom Hofrat v. Frankl für
Sie kaufen.- Wann dieser Brief in Ihre Hände gelan-
gen wird, wenn in Belgien Generalstrike ist?
Für Hemden tausend Dank, damit bin ich noch gut
versorgt. 27/5 Soeben fällt mir ein, daß ich
wegen der 2 an den Sohn, Präsi-
dent Ring in Berlin, einen alten Freund von mir, schreiben kann.
Marken: Bitte um umgehende Antwort, auch dann zwei-
felhaft, ob etwas zu haben sein wird.
Ich lese augenblicklich: Erinnerungen von Fritz Mauthner.
Ich glaube, dies müsste Sie auch als Schulmann und
Germanist sehr interessieren. Vorher las ich einen
uralten Roman, der seinerzeit ungeheures Aufse=
hen erregt hat: Europäisches Sklavenleben von Hack-
länder. Ich habe den Eindruck, daß er von „Onkel
Tom's Hütte” inspiriert war. Ich glaube, wenn
man die 5 Bände zu zweien umarbeiten würde,
daß er immer noch ein Publikum fände. Mo-
mentan habe ich auch desselben Autors: Geheim=
niß einer Stadt = Peter v. Boor!!! Unendlich schwach und ver-
wässert. 27/5 Schlüsselromane sind ja immer mißlich. Nur die Vorrede, die
eine Widmung an den Verleger ist, hat mich sehr entzückt. 25 Jahre eines
ungetrübten Verhältnisses, ob geschäftlich, ob freundschaftlich, ob fa-
miliär ist etwas so ungeheuer seltenes! - Hackländer, auch er ein
Beweis dafür, daß Belletristik kurzes Leben hat. Sein Name wird
bleiben in der deutschen Literatur. - Um auf Fritz Mauthner zurück-