hoffe ich nun endlich in etwa 14 Tagen zu erhalten, den Schulze-Preis
am Montag zu eruiren. Nach den jetzigen Preisen wäre der Schlüssel
20 Mark - 20 francs wie man mir sagt, zu wenig; davon abgesehen,
daß der damalige Preis schwer festzustellen wäre. Doch werde
ich auf alle Fälle diesbezüglich sofort an Brockhaus schrei-
ben. Nach Berlin kann man, wie man mir sagt, augen-
blicklich kein belgisches Geld schicken - ich habe hier noch.
„Nach 30 Jahren” steht in „Mann & Weib.” - Ob etwas über
Geh. Geiger existiert, erfahre ich morgen. - Über Jehuda
Rappaport werde ich bei Prof. Francis Přibram anfragen, der
eine R. zur Frau hat. - Nein, die Seelenfeier ließ R. für
seinen Vater Moriz halten. 1885. - 3. Aufl. D. z. D habe ich
also für Sie bestellt wegen des Vorworts. - Das ist schön,
der Besuch Ihrer Schwester mit den 2 Kindern. - Englisch
ist für uns Deutsche der einfachen Grammatik wegen
viel leichter als französisch. Die geliebten Buben lernen
vorläufig englisch, czechisch sprechen sie durch ihren jährlichen
Aufenthalt in Böhmen. Der Geliebteste ist ja nun auch
schon ein kleiner Lateiner.
Und nun, verehrter Herr Professor, ist, seitdem ich vorge-
stern diesen Brief begann eine Wendung in meiner Lage
eingetreten. Jemand, von dem ich es gut annehmen
kann, setzt mir eine monatliche Summe aus, die
mir ermöglicht, in meiner bescheidenen Weise sorg-
los weiter zu leben. Natürlich ohne Obligo seinerseits.
Doch wünsche ich seinethalben von ganzem Herzen, daß
es ihm nie schwierig oder gar - da sei Gott vor! - un=
möglich sein möge. Alles, was ich etwa dazu ver-
diene ist dann eben nicht für das unbedingte Tages-
bedürfniß. Meine Ausgaben steigen von morgen - 1. Februar ab. - wie=
der, ohne mein Behagen zu erhöhen. Ich muß die Verköstigung mei-
ner Perle nun ganz, statt zur Hälfte übernehmen und wieder
eine enorme Mietzinserhöhung bezahlen. Doch hoffe ich dies
mit der mir gebotenen Hülfe zu können. - Wegen Schulze
war ich vorgestern bei einem oder dem ersten Wiener Anti-
quar, der mit meinem Neffen befreundet ist. Für Marggraff
& Tittmann wäre 60,000 Kr. zu bezahlen. Silbermann
geht dran. Das Andere hat mir Frau G. nicht geschickt, doch werde
ich noch versuchen „Schulze in Göttingen” zu erhalten. Was die
Bezahlung betrifft, so warte ich Brockhaus' Antwort ab. - Reuter
werde ich erst im Antiquariat versuchen. Nicht geantwortet
hat mir Dehmelgesellschaft. 4/2 Sie sehen wie mein Leben ist, daß ich
erst heute fortfahre. Gestern ist Ihr lieber Brief gekommen, der
mir um seines reinen, schönen Mitleids willen für die Deutschen
unendliche Freude macht! - Ich habe nun vorgestern
am Montag zu eruiren. Nach den jetzigen Preisen wäre der Schlüssel
20 Mark - 20 francs wie man mir sagt, zu wenig; davon abgesehen,
daß der damalige Preis schwer festzustellen wäre. Doch werde
ich auf alle Fälle diesbezüglich sofort an Brockhaus schrei-
ben. Nach Berlin kann man, wie man mir sagt, augen-
blicklich kein belgisches Geld schicken - ich habe hier noch.
„Nach 30 Jahren” steht in „Mann & Weib.” - Ob etwas über
Geh. Geiger existiert, erfahre ich morgen. - Über Jehuda
Rappaport werde ich bei Prof. Francis Přibram anfragen, der
eine R. zur Frau hat. - Nein, die Seelenfeier ließ R. für
seinen Vater Moriz halten. 1885. - 3. Aufl. D. z. D habe ich
also für Sie bestellt wegen des Vorworts. - Das ist schön,
der Besuch Ihrer Schwester mit den 2 Kindern. - Englisch
ist für uns Deutsche der einfachen Grammatik wegen
viel leichter als französisch. Die geliebten Buben lernen
vorläufig englisch, czechisch sprechen sie durch ihren jährlichen
Aufenthalt in Böhmen. Der Geliebteste ist ja nun auch
schon ein kleiner Lateiner.
Und nun, verehrter Herr Professor, ist, seitdem ich vorge-
stern diesen Brief begann eine Wendung in meiner Lage
eingetreten. Jemand, von dem ich es gut annehmen
kann, setzt mir eine monatliche Summe aus, die
mir ermöglicht, in meiner bescheidenen Weise sorg-
los weiter zu leben. Natürlich ohne Obligo seinerseits.
Doch wünsche ich seinethalben von ganzem Herzen, daß
es ihm nie schwierig oder gar - da sei Gott vor! - un=
möglich sein möge. Alles, was ich etwa dazu ver-
diene ist dann eben nicht für das unbedingte Tages-
bedürfniß. Meine Ausgaben steigen von morgen - 1. Februar ab. - wie=
der, ohne mein Behagen zu erhöhen. Ich muß die Verköstigung mei-
ner Perle nun ganz, statt zur Hälfte übernehmen und wieder
eine enorme Mietzinserhöhung bezahlen. Doch hoffe ich dies
mit der mir gebotenen Hülfe zu können. - Wegen Schulze
war ich vorgestern bei einem oder dem ersten Wiener Anti-
quar, der mit meinem Neffen befreundet ist. Für Marggraff
& Tittmann wäre 60,000 Kr. zu bezahlen. Silbermann
geht dran. Das Andere hat mir Frau G. nicht geschickt, doch werde
ich noch versuchen „Schulze in Göttingen” zu erhalten. Was die
Bezahlung betrifft, so warte ich Brockhaus' Antwort ab. - Reuter
werde ich erst im Antiquariat versuchen. Nicht geantwortet
hat mir Dehmelgesellschaft. 4/2 Sie sehen wie mein Leben ist, daß ich
erst heute fortfahre. Gestern ist Ihr lieber Brief gekommen, der
mir um seines reinen, schönen Mitleids willen für die Deutschen
unendliche Freude macht! - Ich habe nun vorgestern