(wohl weiß ich's!) hellen Wahn-
sinn; mein Hirn kann nicht mehr
denken; es findet keinen Weg; denn
es fehlen die Brücken. - -
31/3 1917 Teure Freundin! (Auf dem Postamt)
Eben erhalte ich Deine beiden Briefe vom
27. u. 28. März u. die beigelegten Hermanns.
Ich bin ganz zerrissen in meinem Innern
- wenn ich Dich verliere (u. ich fühle es,
dass diese Möglichkeit besteht!!!!!), dann
hält mich nichts mehr an diesem Leben.
Grolle mir Armen nicht, hab' Mitleid!
Ich hab's ja auch mit Dir, glaube mir's!
Wäre meine Frau nicht krank, hätte
ich mich ja anders verhalten. -
Gottlob, dass der Konzerttag fest-
gelegt ist: 24. April. Ich komme
ja weit früher nach Wien; doch bin
ich in großer Verwirrung, da ich
eben telegrafisch zur Erstaufführung
meines „Testament“ nach Nürnberg einge-
laden worden bin, die am Ostersonntag
stattfindet (8. April) u. nicht weiß, ob
ich ihr Folge leisten soll oder nicht.
Hermann's Briefe finde ich furcht-
sinn; mein Hirn kann nicht mehr
denken; es findet keinen Weg; denn
es fehlen die Brücken. - -
31/3 1917 Teure Freundin! (Auf dem Postamt)
Eben erhalte ich Deine beiden Briefe vom
27. u. 28. März u. die beigelegten Hermanns.
Ich bin ganz zerrissen in meinem Innern
- wenn ich Dich verliere (u. ich fühle es,
dass diese Möglichkeit besteht!!!!!), dann
hält mich nichts mehr an diesem Leben.
Grolle mir Armen nicht, hab' Mitleid!
Ich hab's ja auch mit Dir, glaube mir's!
Wäre meine Frau nicht krank, hätte
ich mich ja anders verhalten. -
Gottlob, dass der Konzerttag fest-
gelegt ist: 24. April. Ich komme
ja weit früher nach Wien; doch bin
ich in großer Verwirrung, da ich
eben telegrafisch zur Erstaufführung
meines „Testament“ nach Nürnberg einge-
laden worden bin, die am Ostersonntag
stattfindet (8. April) u. nicht weiß, ob
ich ihr Folge leisten soll oder nicht.
Hermann's Briefe finde ich furcht-