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ich das leugnen! Ich kann nicht versprechen, daß wenn die
Bestellungen auf Puppen, die ich habe, erschöpft sind - vor-
läufig sind noch viele zu machen, daß ich nicht Sie und
Ihre Frau Gemahlin bitte, den Versuch zu machen, mir in
Belgien eine Absatzquelle zu verschaffen.
Sonntag 15/1 22. Ich tue so, als wüsste ich nicht, daß meine Jah-
resrechung nicht einmal noch abgeschlossen ist, daß ich
dringendste Briefe nach Louisville, Kopenhagen und
Berlin zu schreiben habe, daß man wegen verspäteter Puppenlie-
ferung böse ist, daß im Haus Vielerlei wartet - und
komme zu Ihnen. Börne habe ich gestern besorgt.
Sie werden von der Ausgabe nicht entzückt sein, es
ist aber keine bessere aufzutreiben. Vor dem
Krieg hätte sie sicher keine 10 Kronen gekostet, heu-
te 2000 - das sind für Sie, lieber Herr Professor,
freilich nur zwischen 4 & 5 frcs. Früher stand der schwei-
zer frc. stets etwas unter unserer Krone. Das Ande-
re muß erst besorgt werden, nicht vorrätig.
Für Ihr Bild vielen Dank. Sie haben mir große
Freude damit gemacht. Wie der Mensch nun aber schon
einmal ist - brennend gerne hätte ich das Ihrer
Frau Gemahlin dazu! Und die Söhne - - - - -
Die ganze Zeit bemühe ich mich um Reproduktionen
von Kubisten, Futuristen etc. Die Kunstanstalt,
die das Genre pflegte, existiert nicht mehr. Ich habe
nun unseren ersten Kunstkritiker - Seligmann
N. Fr. Presse - durch unseren gemeinsamen Freund
Frankl-Hochwart fragen lassen, bekomme vielleicht
heute Antwort. Ich hoffe immer noch, Herrn van
[Jackere] dienen zu können.
Die Schilderung vom 13/6 1878 werde ich abschreiben
und senden.
Flaubert's & Multatuli's Briefe kenne ich nicht, ebenso-
wenig Kleist an seine Schwester - sind auch in meiner
ich das leugnen! Ich kann nicht versprechen, daß wenn die
Bestellungen auf Puppen, die ich habe, erschöpft sind - vor-
läufig sind noch viele zu machen, daß ich nicht Sie und
Ihre Frau Gemahlin bitte, den Versuch zu machen, mir in
Belgien eine Absatzquelle zu verschaffen.
Sonntag 15/1 22. Ich tue so, als wüsste ich nicht, daß meine Jah-
resrechung nicht einmal noch abgeschlossen ist, daß ich
dringendste Briefe nach Louisville, Kopenhagen und
Berlin zu schreiben habe, daß man wegen verspäteter Puppenlie-
ferung böse ist, daß im Haus Vielerlei wartet - und
komme zu Ihnen. Börne habe ich gestern besorgt.
Sie werden von der Ausgabe nicht entzückt sein, es
ist aber keine bessere aufzutreiben. Vor dem
Krieg hätte sie sicher keine 10 Kronen gekostet, heu-
te 2000 - das sind für Sie, lieber Herr Professor,
freilich nur zwischen 4 & 5 frcs. Früher stand der schwei-
zer frc. stets etwas unter unserer Krone. Das Ande-
re muß erst besorgt werden, nicht vorrätig.
Für Ihr Bild vielen Dank. Sie haben mir große
Freude damit gemacht. Wie der Mensch nun aber schon
einmal ist - brennend gerne hätte ich das Ihrer
Frau Gemahlin dazu! Und die Söhne - - - - -
Die ganze Zeit bemühe ich mich um Reproduktionen
von Kubisten, Futuristen etc. Die Kunstanstalt,
die das Genre pflegte, existiert nicht mehr. Ich habe
nun unseren ersten Kunstkritiker - Seligmann
N. Fr. Presse - durch unseren gemeinsamen Freund
Frankl-Hochwart fragen lassen, bekomme vielleicht
heute Antwort. Ich hoffe immer noch, Herrn van
[Jackere] dienen zu können.
Die Schilderung vom 13/6 1878 werde ich abschreiben
und senden.
Flaubert's & Multatuli's Briefe kenne ich nicht, ebenso-
wenig Kleist an seine Schwester - sind auch in meiner