Kienzl=Abend: 3 Sänger u. ein Begleiter, mit
denen ich für die ‚Urvasi‘=Szene (Duett u. Terzett
aus dem 3. Akt) u. Lieder tüchtig Probe hielt.
Nmtgs. übte ich zu Hause fleißig für meine
Kammermusik. Nmtgs. führte ich 177 Kronen
Autogramm=Gelder für die Kienzl=Stiftung an
die „Gesellsch. der Musikfreunde” ab. Ist das nicht
schön? Abends wohnte ich einem Teil des 4. Lie-
derabends der Weingartner-Marcell (Direktions-
loge) im großen Musikvereinssaal u. einem
Teil des Liederabendes des Tenors Dr. Bayer im
kleinen Saale bei, in dem dieser auch 2 Lieder
von mir sehr gut u. mit großem Erfolg sang, u.
zw. selten gesungene: ‚Ekstase‘ u. das rasende
„Sturmlied”. Sonntag war die junge Pianistin
Frl. Hinterhofer bei mir, um eine Auswahl meiner
Klavierstücke für ihre Konzerte zu treffen. Sie
war von den Sachen so entzückt, dass sie in
der ‚Urania’ 3 Stücke spielen wird u. auch in ihrem
eigenen Konzert. Du siehst also, dass endlich die
Früchte reifen u. meine Sachen in Schwung kommen,
u. zw. geht das jetzt alles ganz von selbst, ganz ohne
irgendwelche Nachhilfe. - Und wer kam Sonntag Vor-
mittag plötzlich zu mir?- Frieda Strzygowski (Gegenbe=
such!), die sehr fesch war u. mir mit glühender Begei-
sterung erzählte, dass sie mit Leib u. Seele Kommunistin
(!) ist. Was wird Hofmann dazu sagen?!!! - Dann speiste
ich im Cottage bei Scheidl's en famille (sie war lange sehr
krank!), worauf ich Prof. Dr Adler besuchte, der sehr lieb war.
Abends in einem Komponistinnenkonzert(!), dann bei Jüllig's
mit Hari genachtmahlt, der heute nach Liezen fährt, um dort
bis zum Herbst zu bleiben u. auf seine Staatsprüfung
zu studieren. Gestern kam Frau Bittner wieder zur Probe zu
mir. Ihres Mannes neues Stück, die Posse(!) „Die unsterb=
denen ich für die ‚Urvasi‘=Szene (Duett u. Terzett
aus dem 3. Akt) u. Lieder tüchtig Probe hielt.
Nmtgs. übte ich zu Hause fleißig für meine
Kammermusik. Nmtgs. führte ich 177 Kronen
Autogramm=Gelder für die Kienzl=Stiftung an
die „Gesellsch. der Musikfreunde” ab. Ist das nicht
schön? Abends wohnte ich einem Teil des 4. Lie-
derabends der Weingartner-Marcell (Direktions-
loge) im großen Musikvereinssaal u. einem
Teil des Liederabendes des Tenors Dr. Bayer im
kleinen Saale bei, in dem dieser auch 2 Lieder
von mir sehr gut u. mit großem Erfolg sang, u.
zw. selten gesungene: ‚Ekstase‘ u. das rasende
„Sturmlied”. Sonntag war die junge Pianistin
Frl. Hinterhofer bei mir, um eine Auswahl meiner
Klavierstücke für ihre Konzerte zu treffen. Sie
war von den Sachen so entzückt, dass sie in
der ‚Urania’ 3 Stücke spielen wird u. auch in ihrem
eigenen Konzert. Du siehst also, dass endlich die
Früchte reifen u. meine Sachen in Schwung kommen,
u. zw. geht das jetzt alles ganz von selbst, ganz ohne
irgendwelche Nachhilfe. - Und wer kam Sonntag Vor-
mittag plötzlich zu mir?- Frieda Strzygowski (Gegenbe=
such!), die sehr fesch war u. mir mit glühender Begei-
sterung erzählte, dass sie mit Leib u. Seele Kommunistin
(!) ist. Was wird Hofmann dazu sagen?!!! - Dann speiste
ich im Cottage bei Scheidl's en famille (sie war lange sehr
krank!), worauf ich Prof. Dr Adler besuchte, der sehr lieb war.
Abends in einem Komponistinnenkonzert(!), dann bei Jüllig's
mit Hari genachtmahlt, der heute nach Liezen fährt, um dort
bis zum Herbst zu bleiben u. auf seine Staatsprüfung
zu studieren. Gestern kam Frau Bittner wieder zur Probe zu
mir. Ihres Mannes neues Stück, die Posse(!) „Die unsterb=