Abschnitt zu Abschnitt verfolgt, mit welcher kalten
Gemeinheit die Arier aller Parteischattierungen
diesen vertrauensseligen Verfechter des „christlich=
germanischen Schönheitsideals” nicht nur zu Tode
hetzen ließen, sondern selbst zu Tode hetzten, so ist
das geradezu haarsträubend, und jedem, der es
nicht schon weiß, müßte dabei die Erkenntnis
aufgehen, daß ein Ideal nur besudelt wird, wenn
es von solchen Bekennern eitelgenannt wird.
Ich selbst war ja in gewissem Maß ein Mit=
beteiligter dieser Kampfzeit, in der das „Christlich=
Germanische” in der Feuerprobe so schmählich versag=
te. Auch ich mußte es damals erleben, daß mich
nicht nur die sogenannte „Judenpresse” meine Zuge=
hörigkeit zum Jubiläumstheater entgelten ließ, son=
dern daß mir auch deutschnationale Kritiker in den
Rücken fielen - offenbar, weil sie mich für einen
christlichsozialen Parteimann hielten, der ich nie=
mals gewesen bin, weil ich, eben als Germane,
mein eigenes Christentum habe und niemals
bereit gewesen wäre, meine geistige Selbständig=
keit unter das Joch von Parteidogmen zu beugen.
Damals war die Zeit, in der es an der
Tagesordnung war, daß deutsche Studenten
Gemeinheit die Arier aller Parteischattierungen
diesen vertrauensseligen Verfechter des „christlich=
germanischen Schönheitsideals” nicht nur zu Tode
hetzen ließen, sondern selbst zu Tode hetzten, so ist
das geradezu haarsträubend, und jedem, der es
nicht schon weiß, müßte dabei die Erkenntnis
aufgehen, daß ein Ideal nur besudelt wird, wenn
es von solchen Bekennern eitelgenannt wird.
Ich selbst war ja in gewissem Maß ein Mit=
beteiligter dieser Kampfzeit, in der das „Christlich=
Germanische” in der Feuerprobe so schmählich versag=
te. Auch ich mußte es damals erleben, daß mich
nicht nur die sogenannte „Judenpresse” meine Zuge=
hörigkeit zum Jubiläumstheater entgelten ließ, son=
dern daß mir auch deutschnationale Kritiker in den
Rücken fielen - offenbar, weil sie mich für einen
christlichsozialen Parteimann hielten, der ich nie=
mals gewesen bin, weil ich, eben als Germane,
mein eigenes Christentum habe und niemals
bereit gewesen wäre, meine geistige Selbständig=
keit unter das Joch von Parteidogmen zu beugen.
Damals war die Zeit, in der es an der
Tagesordnung war, daß deutsche Studenten